school and education

Der Geist des Rheingaus

Acht preiswürdige Projekte

8 Forscherfragen, 8 Antworten und damit 8 preiswürdige Projekte beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in Wiesbaden


Seit nunmehr 60 Jahren richtet der Verein Jugend forscht e.V. Wettbewerbe für junge Forscherinnen und Forscher aus. Auch in diesem Jahr haben wieder 14 Schülerinnen und Schüler der Rheingauschule mit ihren Forschungsprojekten am Regionalwettbewerb Hessen-West teilgenommen, welcher dieses Jahr am 08. März 2025, am Weltfrauentag, stattfand. Sie stellten damit von allen teilnehmenden Schulen die meisten Projekte.

Bereits früh morgens bauten die Schülerinnen und Schüler, zusammen mit Eltern und Betreuern, ihren Präsentationsstand an der Wilhelm-Heinrich-von-Riehl-Schule in Wiesbaden auf. Im Laufe des Vormittags hatten sie dann Gelegenheit, ihre Forschungsarbeit des letzten halben Jahres einer Jury aus einem der sieben Fachgebiete zu präsentieren.

Vor und nach der Mittagspause gab es Gelegenheit, das schöne Frühlingswetter zu genießen und Teile des Kalle-Albert-Industrieparks zu besichtigen, dessen Betreiber, die InfraServ GmbH & Co. Wiesbaden KG, das Patenunternehmen des Regionalwettbewerbs ist. Nachmittags hatte dann auch die Öffentlichkeit Gelegenheit, die Projekte zu anzuschauen und die Begeisterung der Jungforscherinnen und Jungforscher für ihre Projekte zu erleben.

Im Casino des Industrieparks Kalle-Albert fand auch die Feierstunde statt, bei der die Jungforscherinnen und Jungforscher wertschätzende Rückmeldung von der Jury zu ihren Projekten bekamen:

Anneke Thon (9. Klasse) forschte an einer Möglichkeit zur energiesparenden Kühlung von Lagerhallen und nahm sich die Struktur von Termitenhügeln als Vorbild. Für ihren Beitrag zum Fachgebiet Arbeitswelt, in welchem in diesem Jahr die meisten Projekte teilnahmen, erhielt sie einen 2. Preis.

Im Fachgebiet Biologie forschten Julian Fischer, Jonas Freimuth und Leandro Marighella (10. Klasse) daran, die Mikrobe des Jahres 2023, den „Bacillus Subtilis“, zum Pflanzenschutz zu nutzen. Sie untersuchten, ob der Bacillus den negativen Einfluss von Stressfaktoren wie Blattläusen, die sie freundlicherweise von der Hochschule Universität Geisenheim (Kooperationspartner der RGS) erhielten, oder kalkhaltigem Wasser auf das Wachstum von männlichen Hanfplanzen reduzieren kann. Für ihre Arbeit wurden sie mit einem 2. Preis und dem Sonderpreis „Umgang mit Ressourcen“ prämiert.

Saskia Schmitt (11. Klasse) beschäftigte sich damit, einen haarschonenden „Knoten-Killer“ zu entwickeln. Sie untersuchte an Pferde- und Menschenhaaren, ob sich mit ihrer aus Naturstoffen bestehenden Mixtur Knoten leichter lösen lassen und wurde hierfür mit einem 2. Preis im Fachgebiet Biologie belohnt.

Einen dritten Preis im Fachgebiet Mathematik/Informatik erhielten Lukas Czauderna, Henri Lehmler und Noah Petry (11. Klasse) für ihr Projekt „ShopNav - Der smarte Shoppingbegleiter“. Sie verfolgten in ihrer im Informatik-Wahlunterricht erstellten Projektarbeit die Idee einer App, die es den Kunden ermöglicht, bereits vor Besuch des Ladens recherchieren zu können, ob ein Produkt im Laden verfügbar ist und an welchem Ort im Laden es sich befindet.

Auch in der Sparte „Jugend forscht Junior“ nahmen vier von Rheingauer Jungforscherinnen und Jungforschern entwickelte Projekte teil:

So wurde Audrey Kurr (9. Klasse) für ihre „Apostaxis“, einer aus recyclingmaterial gefertigten Vorrichtung zur Solardestillation zum Einsatz in wasserarmen Regionen, von der Jury des Fachgebiets Arbeitswelt mit dem Sonderpreis Umwelttechnik ausgezeichnet.

Julian Berz (6. Klasse) und Fernando Reibe (8. Klasse) untersuchten in ihrem Projekt „Einfach anziehend: Gravitation in Raumschiffen“ den Einfluss von durch Rotation erzeugten Kräften auf das Wachstum von Pflanzen. Hierzu bauten sie mit LEGO Spike ein Modell einer um eine Achse rotierenden Raumstation, pflanzten Kresse im Modell an und beobachteten ihr Wachstum. Die Jury des Fachbereichs Geo- und Raumwissenschaften vergab für die Arbeit den 2. Preis.

Das Projekt „KI - Dein Freund und Helfer“ von Benedikt Ostertag und Mats Krutinat (6. Klasse) beschäftigt sich damit, ob Künstliche Intelligenz einen optimalen Fluchtplan für ein Gebäude erstellen kann, in diesem Fall für Benedikts Klassenzimmer an der Rheingauschule. Für ihr Projekt erhielten die beiden Freunde im Fachgebiet Mathematik/Informatik den 2. Preis.

Mit dem „Garten der Zukunft“ beschäftigten sich Moritz Both und Felix Zengel (5. Klasse), das Team mit dem jüngsten Teilnehmer des Regionalwettbewerbs. Gemeinsam gingen sie, unter Einsatz zweier verschiedener Wellenmodellexperimente, die sie in der Junior Science- und in der Computer-AG ebenfalls mit LEGO Spike bauten, der Frage nach, ob man auf dem Meer schwimmende Pflanzen anbauen kann und welchen Einfluss die Wellenbewegung auf ihr Wachstum hat. Dies wurde von der Jury mit einem 3. Preis im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften belohnt.

Die Rheingauschule und die Projektbetreuer/-innen Frau Kramb, Frau Schopper, Herr Dr. Bremer und Herr Schrötter sind sehr stolz auf die Jungforscherinnen und Jungforscher und danken ihnen herzlich für ihren Einsatz.

Sekretariat

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